Die Profit-Sharing Economy

Profit-Sharing oder warum Fairness gewinnt.

Ein neues Wirtschaftsmodell, in dem alle gewinnen

Wenn wir den Zweck unserer vielfältigen Unternehmen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bringen wollen, dann ist dieser Nenner die Schaffung eines neuartigen Wirtschaftsraumes für den wir die Bezeichnung Profit-Sharing Economy gefunden haben.

Um diese Bezeichnung zu erklären, wollen wir zuerst verdeutlichen, wie die aktuell gültigen Wirtschaftssysteme funktionieren:

Wirtschaftssysteme umfassen zum Einen wirtschaftliche Akteure wie Privatpersonen, öffentliche Haushalte und Unternehmen und zum anderen die Verfügbarkeit von Ressourcen, Produktions- und Verbrauchsmitteln. Produktion, Distribution und der Konsum der Erzeugnisse eines Wirtschaftssystems folgen dabei bestimmten Regeln, genau wie die Verteilung der Gewinne aus all diesen Prozessen. Und durch den technologischen Fortschritt der letzten Jahre wurde immer mehr auch aus (oft persönlichen) Informationen und Daten eine kostbare Ressource, die mittlerweile von Unternehmen wie Google und Facebook sehr gewinnbringend und erfolgreich ausgebeutet wird.

In den letzten beiden Dekaden wurden industrielle Prozesse genau wie die Prozesse der Informationstechnologie grundlegend verfeinert und revolutioniert, doch die Art, wer mithilfe dieser Prozesse wie Wohlstand erzeugt und verteilt, hat sich in keinster Weise weiter entwickelt. Die Verteilung von Wohlstand gleicht immer noch einer Pyramide, in der die Erträge von unten nach oben weiter gereicht werden und somit einige wenige Individuen oder gar Staatsorgane die Früchte der Arbeit von vielen Menschen ernten können.

In den bisherigen Abläufen ist es darüber hinaus irrelevant, ob es sich um eine Marktwirtschaft (in der Produktionsmittel im Privatbesitz sind und der Preis durch Angebot und Nachfrage geregelt wird) oder um eine Zentralverwaltungswirtschaft (in der Produktionsmittel in Staatsbesitz sind und Preise sowie Löhne von vornherein fest gelegt sind) handelt: Es sind immer nur Wenige, die vom Einsatz und der Arbeitskraft von Vielen profitieren.

Daher war es für uns unvermeidlich, eine neue Art Wirtschaft zu etablieren:

In unserem Modell der Profit-Sharing Economy haben wir Mechanismen eingebaut, die die Missverhältnisse dieser „old economy“ ausgleichen werden. Im Wirtschaftssystem der Profit-Sharing Economy fließen Unternehmensgewinne nicht an einzelne Firmeninhaber oder Aktionäre, bei denen sich der gesamte Profit sammelt. Vielmehr werden sämtliche Gewinne des Systems an alle Personen verteilt, die mit ihrem Einsatz zum Erfolg des Systems beitragen. Dazu gehören natürlich auch Investoren und Aktionäre unserer Unternehmen, denn ohne sie könnten wir keine Unternehmen aufbauen, doch in letzter Konsequenz werden Gewinn und Umsatz eines erfolgreichen Unternehmens von den Mitarbeitern und den Konsumenten der Produkte erwirtschaftet. Daher ist es in unseren Augen nur gerecht, wenn auch die Mitarbeiter und Konsumenten ihren Anteil am Firmengewinn erhalten. Und dabei sprechen wir nicht nur von Gewinnausschüttungen, Kursgewinnen oder Dividenden für Aktionäre sondern vielmehr von direkten Rückvergütungen an alle Beteiligten. Unternehmen der Profit-Sharing Economy verankern diese Mechanismen – also jedem Einzelnen einen gerechten Anteil für seine Leistung zurück zu geben – fest in ihrer DNA.

Wir sind davon überzeugt: Wenn alle fair beteiligt werden, gewinnt jeder! Und wir sind auch davon überzeugt, dass sich dieser Ansatz letztendlich durchsetzen wird. Profit-Sharing definiert eine neue Art zu arbeiten, zu leben und zu wirtschaften. Es ist unser erklärtes Ziel, mit jedem unserer Produkte etwas Positives in die Welt zu bringen und den Erfolg mit allen Beteiligten zu teilen. Wie genau der Profit verteilt wird, ist von vielen Rahmenbedingungen abhängig, so zum Beispiel von Material- und Informationseinsatz für das jeweilige Produkt oder die Dienstleistung. Doch im Gegensatz zu herkömmlichen Unternehmen, garantieren wir für Teilnehmer an der Profit-Sharing Economy 100% Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette.

Dazu drei Fall-Beispiele:

LivingPackets - Profit-Sharing in der Logistik

Herkömmliche Logistikunternehmen oder Kurierdienste sind zentral organisiert und vom überforderten Angestellten in der Postfiliale bis hin zum gestressten Fahrer des Paketfahrzeuges sind die meisten Mitarbeiter fest angestellt und erhalten einen mehr oder weniger gerechten Stundenlohn für ihre Tätigkeit. Wenn das Unternehmen Gewinne erzielt, werden diese unter den Aktionären oder Eigentümern des Unternehmens verteilt, für die Angestellten ändert sich dadurch nichts.

Im Gegensatz dazu hat LivingPackets ein dezentral organisiertes Modell entwickelt, das schneller als herkömmliche Logistikunternehmen agieren kann und in dem jeder Teilnehmer für seinen Beitrag direkt entlohnt wird. Ein Guardian erhält einen Anteil an den Versandkosten, weil er Pakete in Empfang nimmt und für einen Voyager aufbewahrt. Der Voyager transportiert das Paket von seinem Ausgangsort zum Zielort (mit Auto, Fahrrad, Bus, Bahn oder dem Flugzeug) und erhält dafür direkt seinen Anteil an den Versandkosten. Am Zielort übernimmt ein weiterer Guardian das Paket und bewahrt es entweder bis zur Abholung sicher auf oder übergibt es einem mobilen Guardian, der es an seinen Bestimmungsort zum Empfänger bringt. Das Paket selbst ist mehrfach verwendbar und kann von SharingAngels bereit gestellt werden, die wiederum am Gewinn beteiligt werden, indem sie für jede Tour bezahlt werden, die ihr Paket unternimmt. Damit ist sicher gestellt, dass jeder Beteiligte in diesem Prozess von vorne herein weiss, wie viel sein Beitrag wert ist und wie viel er damit verdienen kann. Das Profit-Sharing Unternehmen LivingPackets gewinnt über den Zuwachs an Unternehmenswert und über die Bereitstellung des Dienstes mit Versicherung, Abwicklung und Bereitstellung der Logistik und des Services. Und da die Eintrittsschwelle sehr niedrig ist und jeder mitmachen kann, steht die Chance, an diesem Unternehmen teil zu haben jedem offen. Die Zahlen hinter diesem Beispiel: Bei einem Versandpreis von 18 EUR für ein Paket, das am selben Tag zugestellt werden wird, gehen je 2 EUR an die beiden Guardians (für die Aufbewahrung bei Versand und Ankunft) 2 EUR an den SharingAngel (für die Bereitstellung des Pakets), 2 EUR an das Unternehmen und 10 EUR an den Voyager (der das Paket transportiert). Dieser Vorgang ist für alle Seiten zu 100% transparent und alle Beteiligten gewinnen damit.

MillionSharing - Profit-Sharing als Game

Herkömmliche Game-Studios oder Social-Networks verdienen Geld mit maßgeschneiderter Werbung und dem Verkauf von Informationen oder über In-App-Purchases und somit durch ihre Nutzer. Dieser Prozess ist für die meisten Nutzer oder Spieler manchmal beinahe unsichtbar.

Im Gegensatz dazu entwickelt MillionSharing ein Social-Game, das den Nutzern eine Rückvergütung für ihre Interaktionen und Informationen ausschüttet. Alle Spieler generieren über Ihre Interaktion mit dem Spiel – sei es durch Werbung oder durch das Beantworten von Umfragen – einen Wert, der zu einem Teil wieder direkt an die Beteiligten Spieler zurückfließen wird. Die Zahlen hinter diesem Beispiel: wenn durch den Klick auf ein Werbebanner oder den Besuch eines Ortes ein wirtschaftlicher Gewinn in Höhe von 0,30 EUR generiert wird, so fließen 0,15 EUR zurück an die Spieler, die diese Interaktion durchgeführt haben und werden künftig entweder direkt ausbezahlt oder in einem SharePot verlost. Auch dieser Vorgang ist für alle Seiten 100%ig transparent angelegt und alle Beteiligten gewinnen damit.

International Art Foundation - Profit-Sharing in der Kunst

Herkömmliche Kunstgalerien stellen die Werke von Künstlern aus und erhalten über den Verkauf einen meist erheblichen Anteil am Gewinn als Provision. Es gibt auch Unternehmen, die Kunst an Privatpersonen und Unternehmen vermieten oder verleasen, diese Galerien behalten einen Anteil an den Leasingkosten ein, um sich zu finanzieren.

Im Gegensatz dazu wird die International Art Foundation ein Netzwerk etablieren, in dem öffentliche Räume, Unternehmen, Büros und Praxen kostenlos Kunst von beteiligten Künstlern erhalten und ausstellen können und obendrein durch den Verkauf dieser Kunstwerke einen Provisionserlös erhalten. Die Kunstwerke können online aus einer großen Sammlung passend gewählt und nach einem festen Zeitraum durch neue Werke ausgewechsel werden. Damit erhalten viele Künstler die Möglichkeit, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und obendrein die Chance, ihre Werke – außerhalb normaler Ausstellungen – zu ihren eigenen Konditionen zu verkaufen. Die International Art Foundation stellt die Logistik und Organisation bereit, um diese neue Art von Ausstellungsräumen möglich zu machen. So gewinnen Künstler, Aussteller und das Unternehmen gleichzeitig. Und um die Welt der Kunst möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, wird die International Art Foundation Ausstellungen und Events mit ausgewählten Werken veranstalten. Die zu Grunde liegende Art-Platform wird damit die Art und Weise, wie Kunst vermarktet werden kann und wie Kunst den Menschen zugänglich gemacht wird, nachhaltig verändern und den Kunstmarkt für alle Seiten zu 100% transparent abbilden und alle Beteiligten gewinnen damit.